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Synthese nanokristalliner Leuchtstoffe mittels CVR-Verfahren
 
Nanokristalline Halbleiterpartikel sind für die Größenabhängigkeit ihrer optischen Eigenschaften seit Jahren bekannt (quantum size Effekte). Typisch treten bei Teilchengrößen im Bereich der Exzitonenradien (typisch einige Nanometer) sog. Blauverschiebungen (d.h. Verschiebungen zu kürzeren Wellenlängen) der Absorptions- und Emissionseigenschaften auf. Diese Effekte eröffnen den Halbleiter-Nanopartikeln interessante Anwendungsfelder als durchstimmbare Farbstoffe oder Marker. In oxidischen Nanopartikeln mit größerer Bandlücke und extrem geringen Exzitonenradien werden i.A. geringere Effekte erwartet. Poröse Schichten solcher Materialien sind vielversprechend für photochemische Anwendungen (Direktphotolyse des Wassers).

In den bisherigen Leuchtstofflampen werden Leuchtstoffe für die Umwandlung der primären UV-strahlung der Gasentladung in sichtbares Licht genutzt. Von nanokristallinen oxidischen Leuchtstoffen erwartet man eine verbesserte Anpassung an die zu kürzeren Wellenlängen verschobene Emission neuer quecksilberfreier Lampen. Ein Standardverfahren zur Schichtabscheidung ist die CVD (chemical vapour deposition) Methode. Mit einer reaktiven Variante, dem CVR Prozeß (chemical vapour reaction), wurden in einer Anlage der Firma OSRAM an der Universität Ulm Versuche zur Darstellung und Charakterisierung nanokristalliner Leuchtstoffpartikel unternommen. In einem ersten Schritt wurde der bekannte Standard-Rotleuchtstoff Y2O3:Eu3+ untersucht.
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